Unsere Geschichte

Seit seiner Gründung im Jahr 1961 hat das GKW eine wahre Erfolgsgeschichte geschrieben und durchlief eine stetige technische Weiterentwicklung. Heute verfügt das GKW mit seiner 4. Reinigungsstufe über modernste Kläranlagentechnik.

Es ist kaum zu glauben, doch noch bis in die 1960er-Jahre wurden häusliche Abwässer und Abfälle in sogenannten Abort-Gruben entsorgt, durch Kandeln in die Flüsse geleitet oder gesammelt und zur Düngung verwendet. Mit der Industrialisierung verschärfte sich die Situation. Die Abwässer verursachten eine erhebliche Belastung der Lauter, und in Folge auch des Neckars.

1910: In den Gemeinden werden erste Kanalisationen gebaut. Eine Auflage für den Bau einer Kläranlage steht an, doch die beiden Weltkriege verhindern die Umsetzung.

1950: Als Übergangslösung bauen die drei Gemeinden Kirchheim unter Teck, Köngen und Wendlingen am Neckar in Kirchheim eine Sammelkläranlage.

1961: Das Gründungsjahr unseres Verbandes. Neun Städte und Gemeinden schließen sich zum Zweckverband zusammen. Der Standort für das Gruppenklärwerk fällt auf Wendlingen, da hier die tiefste Stelle und bereits ausreichend Land in Gemeindebesitz war.

1964: Der Bau des Gruppenklärwerks in Wendlingen beginnt. Die beiden Bilder oben zeigen den Baufortschritt im zeitlichen Vergleich. Jeweils oben rechts im Bild (schlauchförmiger Gebäudeteil) wird der Zulauf mit Rechenanlage und Sandfang fertig gestellt. In der Bildmitte wird ein riesiges kreisförmiges Pufferbecken gebaut. Das GKW leistete damit seinerzeit Pionierarbeit. Es ist rund 2000 Quadratmeter groß und wird nach seiner Fertigstellung 12.000 m3 fassen.

1966: Das Klärwerk geht mit der mechanischen Klärstufe (Rechenanlage) in Betrieb. Vier Monate später wird zudem eine Versuchsfaulanlage in Betrieb genommen. Die neun Verbandsgemeinden werden an die Kanalisation angeschlossen.

1967: Es sind bereits 55.000 von rund 64.000 Menschen, die im Verbandsgebiet leben, an die Kläranlage Wendlingen angeschlossen. Ausbaupläne für den biologischen Anlagenteil werden geschmiedet.

1974: Fertigstellung der biologischen Reinigungsstufe und der maschinellen Schlammentwässerung. Ein Jahr später erreicht die Reinigungsleistung der biologischen Stufe bereits 93 Prozent.
 

1978: Die ersten Regenüberlaufbecken (RÜB) des GKW werden gebaut und betrieben.
 

1994: Fertigstellung der chemischen Reinigungsstufe, der Leitwarte sowie von drei faulgasbetriebenen Blockheizkraftwerken.
 

1998: Mit der Gemeinde Lichtenwald wird zum ersten Mal eine verbandsfremde Betriebsführung übernommen. Seither sind elf weitere Betriebsführungen für Nachbargemeinden hinzugekommen.

2011: Das GKW feiert sein 50jähriges Bestehen.

2015: Mit der Gemeinde Reichenbach an der Fils wird die aktuell zwölfte Betriebsführung vereinbart.

2017: Fertigstellung der vierten Reinigungsstufe. Damit ist es erstmals möglich, sogar Spurenstoffe aus z.B. Antibiotika oder Reinigungsmitteln aus dem Abwasser zu entfernen. Ein großer Schritt für den Umwelt- und Gewässerschutz! Nähere Informationen zu unserer vierten Reinigungsstufe erfahren Sie hier.

Unser Gruppenklärwerk heute

Heute gehören zu unserem Zweckverband 11 Verbandsmitglieder, deren Abwasser- und Regenwasserbehandlung wir in unserem Gruppenklärwerk in Wendlingen am Neckar übernehmen. Für weitere 12 Gemeinden übernehmen wir die Betriebsführung ihrer klärtechnischen Anlagen.

Außerdem betreiben wir über 70 Regenüberlaufbecken und Regenüberläufe und übernehmen außerdem im Rahmen unserer Betriebsführung die Betreuung von zusätzlichen 13 Kläranlagen, 90 Regenüberlaufbecken und Regenüberläufen, 18 Pumpwerken und 8 Retentions- und Regenklärbecken. Nähere Informationen zu unserem Verbandsgebiet erhalten Sie hier.

Zurzeit sind beim GKW insgesamt 62 Mitarbeiter beschäftigt.

    „50 Jahre GKW“

    In unserer Imagebroschüre finden Sie nähere Informationen zu unserem 50-jährigen Bestehen.


     

    Pressebericht in der Wendlinger Zeitung vom 09.07.2011